Die Einführung künstlicher Intelligenz (KI) beschleunigt sich branchenübergreifend. Laut McKinsey, Mehr als 75 Prozent der Unternehmen nutzen KI in mindestens einem Geschäftsbereich, und wir stehen wohl noch am Anfang dieser Entwicklung. Hinter diesem rasanten Anstieg verbirgt sich eine dringende Herausforderung: Wie lässt sich die dafür notwendige Infrastruktur effizient und nachhaltig mit Energie versorgen und kühlen? Denn bekanntlich kann man nur verbessern, was man messen kann.
Seit fast zwei Jahrzehnten gilt die Energieeffizienz (PUE) als Goldstandard zur Messung der Effizienz von Rechenzentren. Sie vergleicht den Gesamtenergieverbrauch der Anlage mit dem Verbrauch der IT-Geräte. Vereinfacht gesagt bedeutet ein niedrigerer PUE-Wert, dass mehr Energie für die Rechenleistung und weniger für Gemeinkosten wie Beleuchtung oder Kühlung verwendet wird. Doch KI verändert alles.
Warum PUE allein nicht ausreicht: Die Grenzen einer bekannten Messgröße
PUE wurde für eine andere Ära entwickelt – eine Ära, die durch relativ vorhersehbare, CPU-intensive Workloads und moderate Leistungsdichten geprägt war. KI-Workloads verhalten sich völlig anders. GPU-Cluster verbrauchen Strom in Spitzen, die Rack-Dichten steigen in den Megawattbereich, und die thermischen Anforderungen sind deutlich höher. Mit der steigenden Nachfrage nach KI treiben Energieknappheit und zunehmender Wasserverbrauch den Bedarf an umfassenderen und detaillierteren Bewertungsmetriken voran.
Heutiges Daten Center Die Zusammenhänge sind komplex und eng miteinander verknüpft; Verbesserungen in einem Bereich wirken sich auf die Effizienz in einem anderen aus. In diesem Umfeld kann der PUE-Wert zwar eine hilfreiche Orientierung bieten, aber isoliert betrachtet auch irreführend sein. Beispielsweise misst der PUE-Wert nicht die tatsächliche Effizienz der Nutzung von Rechenressourcen. Er ignoriert Wasserverbrauch, CO₂-Emissionen und Energierückgewinnung. Bei Änderungen der Infrastruktur oder der Nutzung kann er daher zu falschen Schlussfolgerungen führen.
Kurz gesagt, PUE allein berücksichtigt nicht die vielen Effizienzaspekte, die Betreiber beachten müssen, um auf ausgewogene und nachhaltige Weise mehr Token pro Dollar auszugeben. Dies ist die zentrale Idee des E-Books. Jenseits von PUE: Rechenzentrumseffizienz im Zeitalter der KI, wodurch ein ganzheitlicherer Rahmen für die Bewertung und Verbesserung der Rechenzentrumsleistung eingeführt wird.