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Karriere bei Flex: Vom Auszubildenden zum Vertriebsmitarbeiter im Innendienst in der Schweiz

Veröffentlicht am
9. Juli 2026
Interview-Fragen und -Antworten

Wann haben Sie Ihre Karriere bei Flex begonnen und wie haben Sie sich innerhalb des Unternehmens weiterentwickelt?

Ich begann meine berufliche Laufbahn 1986 als Auszubildender, was den Grundstein für alles Folgende legte. Nach Abschluss meiner Ausbildung arbeitete ich zwei Jahre in der Entwicklungsabteilung. Diese frühe technische Erfahrung half mir, ein tiefes Verständnis für die grundlegenden Abläufe im Unternehmen zu entwickeln.

Nach einer kurzen Auszeit kehrte ich im August 1990 zurück und begann im Vertrieb zu arbeiten, wo ich seither tätig bin. Damals firmierten wir noch unter dem Namen RIWISA, der 2013 in Flex aufging. Rückblickend beeindruckt mich vor allem, wie ich mich parallel zum Unternehmen weiterentwickelt habe. Mit der Entwicklung der Organisation veränderte sich auch meine Rolle durch Anpassung an die Veränderungen, kontinuierliches Lernen und die Übernahme neuer Verantwortlichkeiten.

Ich habe die Flexibilität von Flex selbst erlebt. Mit 23 Jahren wurde ich Mutter meiner ersten Tochter und begann, in Teilzeit zu arbeiten, zunächst bei 70%, später bei 80%. Das war damals recht ungewöhnlich, und ich war die erste Teilzeitangestellte bei Flex in der Schweiz. Die Unterstützung dafür ermöglichte es mir, mir eine lange und erfolgreiche Karriere aufzubauen und gleichzeitig meine Familie zu ernähren.

Heute arbeite ich im Innendienst und bin außerdem für unsere kaufmännischen Auszubildenden zuständig. Eine gute Woche zeichnet sich dadurch aus, dass die Kommunikation klar ist, die Prioritäten gut strukturiert sind und ich sowohl Kunden als auch Kollegen effektiv unterstützen kann.

Interview-Fragen und -Antworten

Welche frühen Einflüsse haben Ihre Weltsicht und Ihre beruflichen Werte am stärksten geprägt?

Meine Familie und meine ersten beruflichen Erfahrungen haben mich am meisten geprägt. Von Anfang an lernte ich die Bedeutung von Verantwortung, Disziplin und respektvoller Zusammenarbeit kennen. Die Arbeit mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen formte zudem meine offene und lösungsorientierte Denkweise. Diese Eigenschaften sind auch in einem internationalen Unternehmen wie Flex nach wie vor von großer Bedeutung.

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Sie haben Ihre Karriere als Auszubildender begonnen und betreuen heute Auszubildende im kaufmännischen Bereich. Wie würden Sie diese Erfahrung beschreiben?

Bei Flex in der Schweiz unterstütze und beaufsichtige ich die kaufmännische Auszubildende Ich betreue unsere Auszubildenden von Beginn ihrer Ausbildung an und stehe ihnen während der gesamten Lehrzeit als zentrale Ansprechperson zur Verfügung. Unsere Auszubildenden wechseln alle sechs Monate die Abteilung, und ich bin für die Planung und Koordination dieser Rotationen in enger Zusammenarbeit mit den Abteilungsleitern verantwortlich.

Ich arbeite besonders gerne mit Auszubildenden zusammen und gebe mein Wissen weiter. Das erinnert mich an meinen eigenen beruflichen Anfang.

Ich hole regelmäßig Feedback von Vorgesetzten und Auszubildenden ein, um deren Fortschritte und die Gesamterfahrung in den einzelnen Aufgaben zu bewerten. So können wir frühzeitig erkennen, ob Unterstützungsbedarf besteht und entsprechend reagieren.

Im Rahmen des dreijährigen Programms müssen die Auszubildenden verpflichtende praktische Aufgaben absolvieren, die ein breites Spektrum an Tätigkeiten in verschiedenen Abteilungen abdecken. Diese Aufgaben werden benotet, und die erzielten Noten fließen in die Gesamtnote der Abschlussprüfung ein.

Ein weiterer wichtiger Aspekt meiner Tätigkeit ist die Organisation und Durchführung von Elterngesprächen. Transparenz und kontinuierliche Einbindung während des gesamten Ausbildungsprozesses sind unserem Team sehr wichtig, und wir bemühen uns, die Eltern in jedem Schritt zu informieren und einzubeziehen.

Wie bereits erwähnt, werden die Auszubildenden in jeder Abteilung von festen Betreuern unterstützt. Ich stehe in engem Kontakt mit ihnen, um die Entwicklung und den Fortschritt der Auszubildenden zu besprechen. Monatlich überprüfen wir ihre schulischen Leistungen. Sollten Schwierigkeiten auftreten, bieten wir gezielte Unterstützung an, entweder durch interne Hilfe von Mitarbeitern oder durch Unterstützung von anderen Auszubildenden.

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Wenn Sie an “Fortschritt” in Ihrer Karriere denken, was bedeutet das für Sie heute?

Für mich bedeutet beruflicher Fortschritt mehr als nur Jobtitel; er basiert auf gesammelter Erfahrung und Vertrauen. Über die Jahre habe ich mir fundierte Kenntnisse der Flex-Prozesse und des Unternehmens angeeignet. Oft merke ich gar nicht, wie viel ich weiß, bis ich Kollegen aus anderen Abteilungen unterstützen kann. Meine langjährige Betriebszugehörigkeit ermöglicht es mir, Kontext, Kontinuität und Unterstützung zu bieten, und das empfinde ich als sehr wertvoll.

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Welche Herausforderung oder welcher Rückschlag hat Ihnen etwas Wichtiges beigebracht?

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf war meine größte Herausforderung. Es war nicht immer einfach, vor allem, weil das Arbeitstempo im Laufe der Jahre immer höher wurde. Doch diese Herausforderung hat mir auch gezeigt, wie wichtig Prioritätensetzung, Flexibilität und klare Grenzen sind – sowohl für meine Leistungsfähigkeit als auch für mein Wohlbefinden. Realistische Grenzen helfen mir, konzentriert und produktiv zu bleiben und gleichzeitig langfristig leistungsfähig zu sein. Ich glaube, dass dies bei Flex sehr unterstützt wird.

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Welche Fähigkeiten waren für Ihre berufliche Entwicklung am wichtigsten?

Drei Fähigkeiten stechen besonders hervor, und ich versuche, sie jedem Auszubildenden beizubringen, den ich betreuen darf: Konzentration auf klare Kommunikation, frühzeitig klare Erwartungen festlegenund Produkte für ein Missverständnisse vermeiden. Es ist außerdem wichtig, zuverlässig zu sein, seine Zusagen einzuhalten und beständig zu arbeiten. Zuverlässigkeit und Beständigkeit schaffen mit der Zeit Vertrauen. Und schließlich, da wir uns im Zeitalter der KI befinden, ist es entscheidend, sich stetig weiterzubilden und sich an Veränderungen anzupassen. Ich glaube, das hat mir geholfen, mich gemeinsam mit dem Unternehmen weiterzuentwickeln und aus jeder Herausforderung zu lernen.

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Welchen Rat würdest du deinem 25-jährigen Ich oder jemandem am Anfang seiner Karriere geben?

Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich meinem jüngeren Ich raten, aktiv Verantwortung zu übernehmen, Feedback einzuholen und kontinuierlich in meine persönliche und berufliche Weiterentwicklung zu investieren. Gleichzeitig würde ich es ermutigen, Perfektionismus und unnötigen Druck loszulassen.

Nachhaltiger Erfolg entsteht nicht durch Fehlerlosigkeit, sondern durch Lernen, Wachsen und Vertrauen in den Weg.